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Ich bin doch nicht verrückt... Autorin: Miiau zum Thema Fantasy

Lächelnd stieg sie aus. 
Allen Grund hatte sie dazu, denn nach dem bestandenem Abi standen einem alle Türen offen - und darüber war sie sich auch im klaren. Nachdem sie die Strasse überquert hatte, blickte sie sich um.

Verfolgte sie jemand?
Oder war das nur ihr Gefühl, welches ihr einen Streich spielte? Verlegen ging sie weiter, denn einige Passanten hatten sie im Vorbeigehen schräg angeblickt. Nach einer Weile blieb sie wieder stehen. Diesmal war sie sich sicher, dass irgend etwas sie beobachtete. Hastig ging sie weiter und verlor ihre Handtasche. Doch das war ihr in diesem Moment egal.

Schon bald begann sie zu rennen.
Nach Hause, das war der einzige klare Gedanke, den sie im Moment noch denken konnte. All zu oft schon, hatte sie das Gefühl, verfolgt zu werden, und nur all zu oft rannte sie nach Hause in ihre kleine 2 Zimmer Wohnung.

Völlig außer Atem stand sie vor ihrer Haustür.
Sie steckte den Schlüssel ins Schloss und war nur glücklich, als sie sich auf ihr Bett sinken lassen konnte. Doch das Glücksgefühl hielt nicht lange an. War da nicht etwas gewesen? Doch ganz bestimmt, so ein Geräusch konnte man sich nicht einbilden.
Ängstlich schnappte sie sich den Besen, der in der Ecke stand und ging auf leisen Sohlen durch ihre Zimmer.

"Hallo?", rief sie in den Raum hinein, doch niemand antwortete.

Plötzlich erschien ihr das alles ziemlich doof, und da es schon ziemlich spät war, ging sie zu Bett. Mitten in der Nacht schreckte sie auf. Tanzende Schatten sah sie an ihrer Wand und ihr wurde Angst und Bange. Die Wände kamen näher und Monster aller Art schritten auf sie zu. Dämonen, Vampire, Werwölfe und was es sonst noch so gab. Und auf einmal hörte sie einen spitzen, schrillen Schrei. Es war sie, die angefangen hatte zu schreien - dann wurde sie ohnmächtig.

Am nächsten Morgen fand sie sich in einem weißen Zimmer wieder.
Ein Krankenhauszimmer konnte es nicht sein, denn es roch nicht steril und Ärzte waren auch nirgends. Doch plötzlich kam ein nett aussehender Mann in ihr Zimmer.

"Na, sind wir wieder wach?", fragte er lächelnd.

Verwirrt blickte ich ihn an.

"Ja, aber wo... wo bin ich hier?"

"In der Nervenklinik Neuenburg."

Ich bin doch nicht irre, schoss es ihr durch den Kopf.

"UND WARUM BIN ICH DANN HIER?"

Plötzlich wurde mir alles klar.
Er gehörte zu denen. Er wollte mich glauben machen, dass alles Okay wäre, und dann, wenn ich es nicht erwarten würde, würden sie die Weltherrschaft an sich reißen.

"Miss, es tut mir leid ihnen das mitteilen zu müssen, doch sie standen unter Drogen und ihre Nachbarin hat die Polizei gerufen. Sie haben etwas von Dämonen und Vampiren erzählt, und davon, dass alle dazugehören würden, und etwas von einer Weltherrschaft."

Ich lächelte.
Doch nach lächeln war mir eigentlich nicht zu Mute. Drogen? Sie hatte niemals Drogen genommen, und schon gar nicht hatte sie sich das alles eingebildet.

"Wir haben sie nur hier, um uns zu vergewissern, ob bei ihnen auch wirklich alles klar im Oberstübchen ist", sagte er lachend.

Nach zwei Tagen wurde ich auch schon wieder entlassen.
Seitdem habe ich keine Paranoia mehr. Mein Leben ist nun auch wieder normal und ich muss keine Angst mehr haben, vor Monstern. 

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Letzte Änderung: 04.10.2011, 15.48 Uhr (c) 2011 Snikare™